Der Ramadan (islamischer Fastenmonat) in Dubai,
bzw. islamischen Staaten
Zeitraum 24. September bis 22. Oktober
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| Wikipedia
/ © by Ali Mansuri |
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Was ist der Ramadan?
Der Ramadan, der dieses Jahr in Dubai in der
Zeit vom 24. September bis zum 22. Oktober stattfindet,
ist eine Zeit, in der sich die Muslime auf ihren
Glauben konzentrieren. Es ist eine Zeit der Preisung
und Meditation. Der Ramadan ist der Monat, in
dem der Heilige Koran vom Himmel gesandt wurde
und der Menschheit die Richtung und den Weg zur
Erlösung wies. Diese besonders heilige Zeit
ist mit dem gemeinschaftlichen, 30 Tage dauernden
Fasten verbunden. Das Fasten im Ramadan wird als
gesund angesehen, es reinigt den Körper und
das Verdauungssystem und ist für alle Muslime
verpflichtend. Chronisch Kranke, Reisende und
Kinder sind von dieser Regelung ausgenommen. Der
Ramadan ist auch ein Monat, in dem viel an Notleidende
gespendet wird, da die Muslime in der Fastenzeit
am eigenen Leib erfahren, wie es ist, arm und
hungrig zu sein.
Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen
Kalender. Der islamische Kalender bildet die
Grundlage für die Festsetzung aller religiösen
Festlichkeiten auf der arabischen Halbinsel. Er
richtet sich nach den Mondphasen und entspricht
daher nicht unserem Gregorianischen Kalender,
der sich nach der Sonne richtet. Die Zeitrechnung
nach den Mondphasen hat zur Folge, dass das Jahr
jeweils um 10 bis 11 Tage kürzer ist, als
das so genannte Sonnenjahr, das wir kennen. Deshalb
findet der Fastenmonat Ramadan in Bezug auf die
uns vertraute Zeitrechnung immer zu einer anderen
Zeit statt. Der endgültige Tag, an dem der
Ramadan beginnt, wird erst jeweils kurz zuvor,
nach dem Erscheinen der Mondsichel nach Neumond,
bestimmt. Das führt dazu, dass der Fastenmonat
nicht in allen Ländern am gleichen Tag beginnt.
Der Ramadan endet mit dem Fest des Fastenbrechens,
dem Eid-Al-Fitr. Hierbei handelt es sich um
eines der beiden Hauptfeste des Islam, welches
von seinem Stellenwert mit dem christlichen Ostern
oder Weihnachten zu vergleichen ist. Die Feierlichkeiten
des Eid-Al-Fitr, das auch "Zuckerfest"
genannt wird, dauern drei Tage. In dieser Zeit
kommen Freunde und Familie zusammen und es werden
Geschenke vergeben. In manchen Städten, so
auch in Dubai, werden Feste veranstaltet, um das
Ende des Ramadan zu zelebrieren.
Was ist zur Zeit des Ramadan anders als
sonst?
Die Muslime führen während der Zeit
des Ramadan ein besonders religiöses und
besinnliches Leben. So gibt es im Fastenmonat
zusätzlich zu den fünf täglichen
Gebeten ein besonderes Gebet, das Taraweeh Gebet.
Dieses Nachtgebet ist normalerweise doppelt oder
dreimal so lang wie die täglichen Gebete,
manchmal dauert es sogar die ganze Nacht.
Während des Fastenmonats Ramadan verbietet
der Koran zudem allen erwachsenen und gesunden
Menschen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang zu
essen, zu trinken, zu rauchen und sich körperlich
zu lieben. Das hat zur Folge, dass Freizeitaktivitäten
von den Muslimen im Allgemeinen auf den Abend
verlegt werden. Geschäfte und Souqs
haben während des Ramadan viel länger
geöffnet und auch die Straßenrestaurants
schließen oft erst in den frühen Morgenstunden.
Das öffentliche Leben verläuft insgesamt
viel ruhiger und mit einigen Einschränkungen.
So haben beispielsweise Banken und Behörden
nur vormittags geöffnet. Viele Öffnungs-
und Bürozeiten beginnen eine Stunde später
als sonst und enden auch früher. Straßenrestaurants
öffnen erst ab dem Sonnenuntergang und die
wenigen Fast-Food-Restaurants, die tagsüber
geöffnet haben, gestatten nur einen take-away-Service.
Auch im Unterhaltungsbereich finden sich Beschränkungen:
Kinos beginnen erst am Abend mit ihren Vorstellungen,
Diskotheken und Nachtclubs bleiben zum Teil geschlossen
und Unterhaltungsprogramme wie Live-Musik oder
Bauchtanzshows fallen oft aus.
Was sollten Nicht-Muslime während
der Zeit des Ramadan beachten?
Aus Höflichkeit und Achtung sollten Nicht-Muslime
tagsüber ebenfalls auf das Essen, Trinken
oder Rauchen in der Öffentlichkeit verzichten.
Diese Einschränkung gilt jedoch nicht
für den Hotelbereich, wo man sich als Tourist
auch im Ramadan völlig frei bewegen kann.
Hier bemerken die Gäste in aller Regel nichts
von der Fastenzeit der Muslime. Die Hotelrestaurants
bieten auch während des Ramadan tagsüber
wie gewohnt alle Mahlzeiten an. Auch für
Selbstversorger sollte diese Einschränkung
im Allgemeinen kein Problem darstellen. Die Supermärkte
sind den ganzen Tag geöffnet, so dass man
sich mit Lebensmitteln versorgen kann, die dann
ohne Bedenken im Hotelzimmer verzehrt werden können.
Während des Ramadan sollten Nicht-Muslime
außerdem darauf achten, sich bedeckt zu
kleiden, vielleicht sogar noch etwas bedeckter
als das in muslimischen Ländern sowieso schon
üblich ist.
Lohnt es sich, während des Ramadan
nach Dubai zu reisen?
Trotz der Einschränkungen, mit denen man
als Tourist in Dubai während des Ramadan
zu rechnen hat, lohnt es sich, das Emirat zu dieser
Zeit zu bereisen. Viele Hotels locken ihre
Gäste mit günstigeren Preisen und Sonderangeboten
und auch das Wetter ist in der Regel angenehmer,
da die extreme Hitze bereits nachgelassen hat.
Auch die Ruhe, die die Stadt im Gegensatz zum
Rest des Jahres tagsüber ausstrahlt und das
Leben, das nach Sonnenuntergang wieder in allen
Ecken erwacht, strahlen einen ganz besonderen
Reiz aus.
Besonders lohnenswert ist außerdem das
dreitägige Eid-Al-Fitr, das im Anschluss
an die Fastenzeit stattfindet. Zum Fest des Fastenbrechens
ist die ganze Stadt in der Nacht hell erleuchtet,
es treten unzählige Musik- und Tanzgruppen
auf. Im Heritage Village werden folkloristische
Vorführungen geboten und viele Bewohner
und Gäste der Stadt tragen festliche Trachten.
Außerdem gibt es Gewinnspiele mit sensationellen
Gewinnmöglichkeiten und allabendlich
ein großes Feuerwerk über dem Dubai
Creek.
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